Tagesgeldkonto anstelle Sparbuch

Das Sparbuch hat hierzulande Tradition, wenn es darum geht, Geld auf die Seite zu legen, um zu sparen. Das hat auch seinen Grund, gilt doch das Sparbuch immer noch als sicher und ohne Risiko, wenn es darum geht, ein Vermögen aufzubauen. Doch dem ist nicht mehr so, das Sparbuch mit der mageren Verzinsung von etwa 1,5 Prozent ist eher ein Geldvernichtungsbuch geworden, wenn die Inflationsraten betrachtet werden. Das eingezahlte Geld auf dem Sparbuch wird zwar rein optisch mehr, aber die Kaufkraft des Geldes sinkt von Jahr zu Jahr und die Zinsen sind bedeutend niedriger als die Inflationsraten. Das kann man getrost Geldvernichtung oder Negativrendite nennen.

Aber dennoch, obwohl das vielen Sparern bekannt ist, hängen sie an ihrem Sparbuch, insbesondere die Vertreter der älteren Generation. Einen Vorteil hat die Buchform auch, viele gerade ältere Sparer schauen sich ab und an ihr Sparbuch an und freuen sich an ihren Ersparnissen. Durch den Hang zum guten alten Sparbuch verschenken die Deutschen Sparer Jahr für Jahr Millionenbeträge an Zinsen, die sie für ihre Spareinlagen bekommen könnten, wenn sie diese auf einem Tagesgeldkonto anlegen würden.

Die Popularität der Tagesgeldkonten hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und ist auch jetzt aufgrund der Top Renditen, die mit Tagesgeld erzielt werden können, immer im Gespräch. Tagesgeldkonten werden nicht nur viel besser verzinst als Spareinlagen auf dem Sparbuch, Tagesgeldkonten bringen auch den Vorteil, dass das gesamte Guthaben jederzeit verfügbar ist, ohne dass Vorschusszinsen gezahlt werden müssen. Von einem Guthaben auf dem Sparbuch darf der Sparer nur 2.000 Euro im Monat abheben.

Tagesgeldkonten sind gebührenfrei, und selbst wenn die Zinsen variabel sind, sie orientieren sich am Leitzins und werden deshalb kaum unter die Verzinsung auf einem Sparbuch fallen. Tagesgeldkonten sind einfach moderne Sparbücher für Menschen, die mit der Zeit gehen.